Gaby's Nudelküche

Dorf 48

B-4770 Deidenberg

Tel.: +32 80 / 34 13 57





Unsere spezielle Produktionsweise:

Unser Teig mischt 20 Minuten, damit sich alle Geschmacksstoffe verbinden.

Die Nudeln trocknen bei niedriger Temperatur über längere Zeit (bis 20 Stunden), durch das reduzieren der Temperatur bleibt der komplette Geschmack erhalten.


Unsere Produkte:


Zusätzliche Leistungen:


Sonstiges:


Dinkel:

Dinkel (Triticum spelta L.) oder "Spelz" (auch: Spelt, Fesen, Vesen oder "Schwabenkorn") ist eine Getreideart und ein Vorläufer des heutigen Weizen. Bezeichnungen in anderen Sprachen: engl. Spelt, frz. Épeautre, it. Spelta, span. Espelta, poln. pszenica orkisz oder szpelc.

Dinkel wird in jüngerer Zeit insbesondere im ökologischen Landbau wieder verstärkt angebaut. Ertragsmäßig bleibt er zwar hinter dem Weizen zurück, er verträgt jedoch raueres Klima und ist resistenter gegen Krankheiten. Typische Anbaugebiete sind Schwaben (Sorten: Bauländer Spelz, Schwabenkorn), Franken (Frankenkorn), die Schweiz und Belgien (Rouquin).

Dinkel ist mit einem hexaploiden (sechsfachen) Chromosomensatz wie auch der Weichweizen (Triticum aestivum) ausgestattet. Wildformen von Dinkel und Weichweizen kennt man nicht, weshalb man annimmt, dass er durch Mutation aus älteren Weizenarten wie dem Hartweizen (Emmer oder Triticum durum) mit 4-fachem Chromosomensatz oder dem Einkorn (Tritivum monococcum), einer steinzeitlichen Form, entstanden ist.


Verarbeitung

Im Unterschied zum Weizen ist das Dinkelkorn fest mit den Spelzen verwachsen (wie z. B. auch Gerste), dadurch ist es zwar besser geschützt, die Verarbeitung erfordert aber einen zusätzlichen Verarbeitungsschritt, es muss (z.B. auf einem "Gerbgang") entspelzt werden.


DinkelZum Teil wird ihm auch eine größere gesundheitliche Verträglichkeit zugeschrieben. Menschen mit Weizenunverträglichkeit können ihre Ernährung komplett auf Dinkelmehl umstellen. Dinkel ist jedoch nicht glutenfrei! Menschen mit Zöliakie, Sprue bzw. glutensensitiver Enteropathie dürfen keinen Dinkel oder Dinkelprodukte zu sich nehmen.

Dinkelmehl kann zwar einen höheren Klebergehalt besitzen als Weizenmehl, seine Backfähigkeit ist jedoch schlechter als die von reinem Weizenmehl.

Typische Dinkelmehlprodukte in der Bäckerei sind in Oberschwaben "Seelen" und "Knauzenwecken".

In der Nutztierfütterung spielt Dinkel keine große Rolle. Es gibt Versuche, Dinkel in der Pferdefütterung einzuführen, auf Grund des hohen Stärkegehaltes, der sehr schlechten Stärkeverfügbarkeit und der damit verbundenen Leberproblematik verzichten die meisten Futtermittelhersteller mittlerweile wieder darauf.


Geschichte

Dinkel war schon vor 5000 Jahren als Kulturpflanze im südwestlichen Teil Asiens bekannt. Viel später wurde Dinkel in Mittel- und Nordeuropa vor allem im südwestdeutschen, österreichischen und Schweizer Raum angebaut, was archäologische Funde beweisen: Dinkel kam ab 1700 v. Chr. in der Deutschschweiz vor. Im 18. Jahrhundert war Dinkel ein wichtiges Handelsgetreide. Pilgerväter (christliche Wanderer) nahmen Dinkel als haltbare Frucht überallhin mit, daher ist es heute weltweit verbreitet. Aus früheren Zeiten stammt die Tradition (wohl ausgelöst durch mehrere Missernten hintereinander), dass ein Teil des Dinkels schon vor der eigentlichen Reife (noch grün) geerntet wurde, um wenigstens über den Winter zu kommen. Dieses unreife Getreide war aber nicht lagerfähig, weshalb es gedarrt, d. h. getrocknet wurde. Dieses Grünkern genannte Getreide ist aber nicht mehr backfähig. Es wird zu Suppen oder Grünkernküchle verarbeitet.




Glutenunverträglichkeit:

Bei normaler Verdauung ist Gluten ungefährlich, aber bei glutenempfindlichen Menschen wird die Dünndarmschleimhaut geschädigt, so dass keine normale Verdauung mehr möglich ist.

Typische Anzeichen für eine Glutenunverträglichkeit (Fachausdruck: Zöliakie, Sprue oder glutensensitive Enteropathie) sind Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und ständiger Durchfall.

Auch bei Psoriasispatienten kann eine Glutenempfindlichkeit bestehen, die sich negativ auf ihre Erkrankung auswirkt. Sie geht hier in der Regel nicht mit den typischen Magen-Darm-Beschwerden einher und bleibt daher oft unentdeckt. Durch eine Blutuntersuchung kann eine Glutenempfindlichkeit nachgewiesen werden.

Es gibt keine Medikamente, die gegen Glutenunverträglichkeit eingenommen werden können. Die einzig mögliche Therapie ist eine lebenslang einzuhaltende Diät, bei der auf glutenhaltige Lebensmittel verzichtet wird. Bei vollständigem Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel (glutenfreie Diät) bilden sich die Krankheitserscheinungen nach einiger Zeit zurück.

Weiterhin scheint es, dass manche Menschen Gluten (ebenso wie auch Kasein, d.h. Milcheiweiß) nicht vollständig verdauen können, und dass die in diesem Fall zurückbleibenden unverdauten Peptide, auch Exorphine genannt, auf das Gehirn und Nervensystem dieser Menschen eine opioidartige Wirkung entfalten. Die Folgen sind offenbar Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Depression, krankhafte Abneigung gegen soziale Kontakte, verminderte Schmerzempfindung, allgemein verarmtes Gefühlsleben, chronische Verstopfung etc. (eben die typischen Opioid-Wirkungen), wobei die Schwere der Wirkungen variiert. Auch für Autismus ist dieser Effekt als eine von mehreren möglichen Ursachen im Verdacht. Diese Theorie wird zwar durch einige Experimente nahegelegt, ist jedoch noch keineswegs bewiesen. Betroffene können sich bei der Deutschen Zöliakie Gesellschaft in Stuttgart über ein Leben mit dieser Krankheit im Alltag informieren.
 




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